Montag, April 10, 2006

Weg mit den Trinklernbechern!

Als ich meinen Sohn mit etwa sieben Monaten das erste Mal aus einem Trinklernbecher trinken ließ, dachte ich, nach ein paar Monaten wären sie ausgemustert. Ich habe all’ diese hilfreichen Erziehungsbücher gelesen (lese sie immer noch), in denen steht, dass ein Einjähriger problemlos selbstständig aus einem Glas trinken kann.

Als er ein Jahr alt war, konnte er zwar aus einem Glas trinken, aber mir war es lieber, er ließ es bleiben, wegen des Verschüttens und der Angewohnheit, alles auf den Boden zu werfen, ungeachtet dessen, was vielleicht drin war. Unsere Suche nach ungestörtem Schlaf brachte uns dazu, ihm nachts einen Becher in sein Bett zu stellen, damit er Wasser trinken konnte, ohne uns aufzuwecken.

Ich dachte mir, wenigstens trinkt er nicht aus einer Nuckelflasche, und ich packe die Trinklernbecher dann weg, wenn er achtzehn Monate alt ist. Seitdem habe ich die Sache ab und zu mit ihm besprochen, er sagt, er ist jetzt ein großer Junge, er braucht keine Babyflaschen mehr in der Nacht, ich bringe ihn ins Bett, er schreit nach seinem Becher. (Die gleiche Chose haben wir übrigens mit dem Schnuller, aber das ist eine andere Geschichte.)

Heute morgen hat mein Mann das Frühstücksgeschirr in die Spülmaschine geräumt und gemeint, wie sehr er es hasst, diese Dinger auseinander zu bauen. Und so dachte ich mir, warum tun wir sie nicht ganz weg? Mein Mann ist froh, mein Sohn bekommt abends ein Glas Wasser in sein Zimmer (er trinkt nachts sowieso nicht) und wir haben weniger Zeug in der Küche, was immer gut ist.

Tschüß Trinklernbecher. Ich habe euch sehr gemocht, als mein Sohn noch ein Baby war, auch wenn ihr nicht wirklich tropffrei wart, aber jetzt ist es Zeit, sich zu trennen.

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