Dienstag, November 21, 2006

Schon wieder alles falsch gemacht

Wenn jemand lesen möchte, wie die Bloglesung wirklich war (so mit Inhaltsangaben und so), dann sollte er hier weiterlesen. (Und "fellow passenger" schreibt nicht einmal, was er anhatte.)

3 Comments:

Anonymous isarblogger said...

ich fand deinen bericht auf jeden fall interessanter als den von fellow passenger. aber trotzdem bleib ich dabei, das es nicht sonderlich unterhaltsam ist, wenn jemand darüber schreibt, wie jemand etwas vorliest, das er zuvor bereits aufgeschrieben hat. eigentlich fehlt nur noch, dass jemand auf die idee kommt, berichte über lesungen vorzulesen. :)

24. November 2006 um 22:43:00 MEZ  
Anonymous fellow passenger said...

Entschuldigen Sie meine sehr späte Würdigung Ihres Eintrags. meine liebe Frau Susanne, ich habe ihn eben erst entdeckt.

Ihrer Einschätzung, "schon wieder alles falsch gemacht" zu haben, möchte ich allerdings energisch widersprechen. Die kurzweilige Lektüre Ihres ausführlichen Berichts über die "Weibergschichtn" war mir ein ausgesprochenes Vergnügen, zumal er die Veranstaltung unter einer für mich neuen und vor allem überaus erfrischenden Perspektive schildert.

Da kann ich mich Ihnen, verehrter Herr Isarblogger nur anschließen. "Ich und die Bloglesung", erscheinen mir ebenfalls viel interessanter als meine minder einfallsreichen, ja geradezu profanen Ausführungen.

Andererseits bin ich durch Ihre Überlegungen versucht, eine Tonaufnahme herzustellen, in der ich vorlese, was jemand darüber geschrieben hat, wie jemand anders etwas vorgelesen hat, was er zuvor aufgeschrieben hat. Vielleicht findet sich sogar jemand, der dann darüber schreibt. Das würde die vielzitierte selbstreferentiellen Aspekte des Blogwesens gut beschreiben.

Abschließend möchte ich hier erstmals enthüllen, in welchen Hüllen ich der Lesung teilhaftig wurde. Eingedenk des losen Kragenknopfes an ausgerechnet jenem blauen Hemd, das ich zu diesem Anlaß zu tragen beabsichtigt hatte und des verknitterten Zustandes meines zweiten blauen Hemdes fiel meine Wahl auf ein intaktes Hemd roter Farbe. Unglücklicherweise fanden sich keine passenden Manschettenknöpfe, weshalb ich schließlich zu einem dunkelroten Modell ohne doppelte Manschette aber mit fest angenähten Knöpfen griff.

Ein Schlips erschien mir allzu förmlich, weshalb ich auch auf eine Weste verzichtete. Eine Weste unter dem Jacket ohne eine Krawatte erschien mir unzumutbar.

Das weiße Halstuch mit Paisleymuster wirkte mir zum ja eher dunklen Hemd bei Weitem zu aufdringlich.

Da mir pünktliches Erscheinen geboten schien, brach ich schließlich mit offenem Kragen auf, obwohl ich befürchtete, mir könne dadurch ein Nimbus des Anrüchigen anhaften.

Rückblickend beruhige ich mich mit dem Eindruck, daß ich damit nicht aus dem Rahmen gefallen bin, oder es zumindest niemand bemerkt hat.

8. Dezember 2006 um 22:25:00 MEZ  
Blogger Susanne said...

Es findet sich sicher jemand, der darüber schreibt. Als Blogger sagt man ja eigentlich ständig nur "Ich, Ich, Ich". Allerdings muss auch nocht etwas mehr dran sein, sonst würde es ja sonst niemanden interessieren.

Danke für den Einblick in Ihre Auswahl der Hüllen. Ich habe dann im Anschluss an meinen Bericht über die Lesung tatsächlich ein Foto bei Flickr entdeckt, auf dem man mich sehen kann, aber ich dachte, es reicht jetzt mit der Selbstreferenz. Die Frage ist ja immer, wo die Grenze zwischen albernem In-den-Vordergrund-drängen und Von-sich-ausgehend-etwas-Interessantes-schreiben ist.

9. Dezember 2006 um 10:39:00 MEZ  

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