Mittwoch, Juli 26, 2006

Prä-konzertale Ängstlichkeit

Silent all these years


29. Juli 2006
20 Uhr bei mir

Bald ist es so weit. Nur noch drei Tage. Und nein, ich spreche nicht von BlogHer, ich spreche von meinem eigenen persönlichen Hauskonzert. Und ihr könnt euch gerne noch einladen lassen, schickt mir einfach eine E-Mail an diapersandmusic AT web DOT de. Ich habe 18 Einladungen an 25 Leute geschickt. Bis jetzt haben zwei Leute gesagt, sie kommen, und zwei, dass sie nicht kommen. (Und ich habe nachgesehen, das Datum auf der Einladung stimmt, und es gibt einen kleinen Absatz mit "Bitte sagt Bescheid, ob ihr kommt" und meine Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind korrekt.)

Das ist also meine erste Unsicherheit. Werde ich vor einem leeren Raum spielen? Und wenn nur zwei Leute kommen, spiele ich trotz meines Mini-Publikums? Und ich rechne meinen Mann und meinen Sohn nicht mit, die beide kommen werden. Allerdings musste mein Sohn sich heute morgen das halbe Programm anhören und nach jedem Lied fragte er "Bist du jetzt fertig?" Er klopfte auf mein Bein, während ich spielte, stellte eine Million Fragen und verkündete dann, er könne nicht so lange still sitzen. Also wird er wohl nicht das ganze Konzert anhören. (Ich habe einen Babysitter in Bereitschaft.)

Mein Mann wurde heute richtig grummelig, weil dieses Konzert natürlich unseren alljährlichen Vor-Sommerferien-Stress verstärkt. Und ich musste zum Friseur. Aber ich habe mich zurückgehalten und keine neuen Klamotten gekauft.

Stattdessen habe ich ein neues Mikrophon gekauft. Es ist fantastisch. Vor ein paar Wochen haben wir Mikrophone getestet. Mein Mann richtet sein Studio neu ein für seine neue CD. Und wir fanden heraus, dass das Mikro, das ich alle Jahre benutzt habe, bei weitem das Schlechteste für mich war. Sogar ein einfaches SM 57 klang besser.

Und ich habe noch etwas heraus gefunden, mein Performance Problem beruhte zum großen Teil nicht auf Lampenfieber, sondern auf Mikro-Angst. Darauf konnte ich nicht vorher kommen, weil ich Mikrophone nur in Situationen benutzt habe, in denen es eine Menge Gründe gab, nervös zu sein, wie etwa auf der Bühne vor Publikum oder im Studio. Mir ist nie klar geworden, dass ich vor dem Mikro als solchem zurückschrecke.

Also habe ich in den letzten zwei Wochen mein Keyboard und mein neues wundervolles hervorragendes Mikrophon aufgebaut und mit dem tatsächlichen Equipment geübt. Ich muss zugeben, in dieser Hinsicht früher schlampig gewesen zu sein. Großer Fehler. In der Vergangenheit habe ich es versäumt, mich mit der PA anzufreunden. Und nachdem ich für eine Sängerin schon recht ungewöhnlich bin, weil ich einem Mixer erzählen kann, was ich will (nicht so viel Hall, mehr Mitten und die "Nasenfrequenz" absenken, bitte) und meine eigene PA aufbauen kann, dachte ich, ich bin aus dem Schneider. Ha!

Ich sollte es langsam wissen. Jedes Mal, wenn ich denke, ich habe etwas in der Tasche, entschlüpft es mir wieder. Aber ich arbeite dran. Und das neue fabelhafte Mikro und der neue Röhrenverstärker helfen.

Aber von den paar Problemen abgesehen freue ich mich auf Samstag. Also, wenn du in der Nähe bist (von M.U.E.N.C.H.E.N.) am 29. Juli, komm. Ich freue mich schon.

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