Donnerstag, Juni 15, 2006

wieder zurück

Ich bin schon seit ein paar Tagen wieder zurück, war aber zu beschäftigt, um zu posten. Außerdem ist es etwas deprimierend, dass der grösste Teil der Besucher dieses Blogs herkommt, weil er irgend etwas Eigenartiges mit Windeln gesucht hat. Ich denke über eine Namensänderung nach ...

Aber ich bin wieder zurück und sehr froh darüber. Mein Mann uns ich sind dafür berühmt, dass wir früher aus dem Urlaub zurückkommen. Man könnte denken, wir wären verrückt (und das stimmt vielleicht auch), aber für mich ist das ein gutes Zeichen dafür, dass wir gerne zuhause sind. Und da ist der extra Bonus, dass wir zuhause Musik machen können. (Ausserdem sind das Bett und das Essen besser. Und man hat alle seine Kleider mit. Und seine Schuhe.) Dieses Mal war es aber besser für mich, weil ich angefangen habe, wieder Gitarre zu üben. Und eine Gitarre ist sehr viel tragbarer als ein Klavier.

Trotzdem fühlte es sich an, als schleppten wir unseren gesamten Haushalt mit. Zwei große Rucksäcke, die Sorte, die die Leute benutzen, um monatelang um die Welt zu reisen, zwei kleine Rucksäcke, etwas, das wir immer noch die Wickeltasche nennen (das keine Windeln enthält) und meine Handtasche, die etwa vier Kilo wiegt. Und die Gitarre natürlich und den Buggy.

Oh, wir sind natürlich mit dem Zug gefahren. Wenn man erstmal sein Gepäck rumgeschleppt und verstaut hat, ist das viel bequemer als mit dem Auto zu fahren. Man kann lesen, Musik hören, Rumlaufen, im Restaurant essen und das alles, während der Zug weiterfährt. (Natürlich würden wir nicht das Flugzeug nehmen! Bis man am Flughafen ist, eingecheckt und gewartet hat, bis man endlich losfliegen kann, ist man schon halb durch Deutschland gefahren. Und was ist mit der Ozonschicht?)

Ich habe mich richtig klasse gefühlt, weil ich eine Stunde nach Betreten des Hauses schon alles ausgepackt hatte. Am nächsten Tag machte mein Mann die ganze Wäsche, ich ging Einkaufen und abends war alles wieder normal. Dachte ich zumindest.

Seitdem haben wir stundenlang Leute zurückgerufen, wir waren in der Stadt und haben uns Klaviere angeschaut, eine Gitarre aus der Reparatur geholt, ich habe meine E-Mails reorganisiert, wir haben stundenlang über das neue Studio-Setup geredet und ob wir genug Geld haben, mein Traumklvier zu kaufen. Naja, nicht ganz mein Traumklavier, ich habe sowohl einen Bösendorfer Flügel im Sonderangebot als auch ein normales Bösendorfer Klavier gesehen, die ich mir niemals leisten könnte, aber ich gebe mich auch mit einem netten Schimmel-Klavier zufrieden. Das nur zu teuer ist, aber nicht exorbitant. Tatsächlich hätten wir das Geld dafür sogar, aber das wären alle unsere Ersparnisse. Wir hätten nichts mehr für Notfälle oder sowas. Also versuchen wir einfach so viel wie möglich zu sparen bis Dezember und kaufen es dann vielleicht.

In den nächsten Tagen treffen wir Freunde, mein Sohn wurde das erste Mal zu einem Kindergeburtstag eingeladen. Und wie immer am Ende der Ferien haben wir am Sonntag sicher einen kleinen Breakdown. (Besser, man plant ihn von vornherein ein.)

Ich in also nicht direkt in guter Blog-Stimmung, aber wenn jemand auf der Suche nach etwas wirklich inspirierendem und aufsatz-betontem ist (und Englisch lesen mag), soll er zu Christine Kane gehen.
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